Mi
07
Sep
2011
Wie ein Licht im Dunkel...
Ich habe bereits in einem früheren Blog erzählt, das ein guter Freund von mir im Januar 2009 verstorben ist, und von meiner Begegnung mit dem Raben.
Was ich damals nicht erzählt habe,der Tod dieses Mannes war die Initialzündung für meine heutige Selbstständigkeit. Als ich die Todesanzeige völlig unvorbereitet im Kölner Express entdeckte, brach für mich eine Welt zusammen. Und ich, Anna, die ewig Starke, geriet in eine Lebenskrise. Ich fiel von einer Krankheit in die andere, bis schließlich nach 3 Monaten mein Überlebensgefühl siegte, und mir klar war, ich muss noch mal völlig durchstarten. Ich gründete meine heutige Firma,und machte den Raben zum Teil meines Logos...dieser Rabe von dem ich schon berichtete, und der immer anwesend zu sein schien.
Das ganze ist jetzt über 2 Jahre her, es waren 2 schwere Jahre...aber so langsam sieht man Licht am Horizont. Doch noch immer kommt der Gedanke auf: Warum das Ganze, hat das alles überhaupt einen Sinn, lohnt sich der Kampf.
In den letzten Tagen quälten mich diese Gedanken wieder und wieder.
Die Erinnerungen an den Freund sind in den letzten zwei Jahren zwar nicht verloren gegangen, aber eben etwas in den Hintergrund geraten.Die Gespräche über ihn waren verstummt, er lebte still in unseren Herzen fort.
Diese Nacht habe ich das erste Mal von dem alten Freund geträumt. Er stand plötzlich vor mir, genau da, wo wir uns vor über 27 Jahren kennen gerlernt haben. Vor mir stand kein leibhaftiger Mensch, eher ein Geist, ein Lufthauch oder wie immer man es sehen mag.
Und dieses Wesen, das einwandfrei aussah wie der geliebte Freund, sagte: Ich war doch nie weg, ich bin immer in Deiner Nähe, Du musst mich nur rufen.
Ich bin danach wach geworden, und mir war der Verlust nie näher als in diesem Moment.
Aber es stellt sich mir auch die Frage: Warum jetzt dieser Traum! War es mein Unterbewusstsein, das wusste das ich kurz vor dem Aufgeben war, und mir jetzt etwas vor gaukelte?
Oder war es wirklich der alte geliebte Freund, aus einer Welt weit weg von dieser, der einem Kraft und Halt geben wollte...Ich will an das letzte glauben...denn wirklich tot war dieser Mensch für mich nie.











