O'zapft is? Fast! Zumindest klang es am Freitagabend verdächtig danach, als die KKG „Löstige Paulaner“ ihre traditionelle Kölsche Wiesn feierte. Im Landbrenner auf Gut Clarenhof wurde kurzerhand eine bayerische Insel mitten im Rheinland errichtet – und rund 100 Gäste ließen sich nicht zweimal bitten, dort anzulegen.
Wo sonst Kölsch und Karneval regieren, standen plötzlich Dirndl, Lederhosen und jede Menge gute Laune im Mittelpunkt. Gesellschaftspräsident Dominik Müller und Senatspräsident Uwe Kramer begrüßten die Gäste, bevor mit einem kräftigen „Prost zusammen!“ offiziell der Ausnahmezustand eingeläutet wurde.
Dass die Löstigen Paulaner wissen, wie man feiert, ist in Köln kein Geheimnis. Doch an diesem Abend wurde die Domstadt gefühlt um einige hundert Kilometer Richtung Alpen verschoben. Auf den Tischen landeten bayerische Spezialitäten, in den Gläsern die passenden Begleiter – und die Gäste hatten sichtlich keine Einwände gegen diese kulturelle Völkerverständigung.
Für den passenden Wiesn-Sound sorgten ein DJ und die Ardotaler Musikanten. Wer eigentlich nur kurz vorbeischauen wollte, fand sich wenig später auf der Tanzfläche wieder. Schunkeln, Mitsingen, Lachen – die Stimmung erreichte schnell Betriebstemperatur.
Die Kölsche Wiesn hat sich längst zu einem Pflichttermin im Kalender der Gesellschaft entwickelt. Schließlich bietet sie die seltene Gelegenheit, Bayern und Köln friedlich an einem Tisch zu vereinen. Und wenn am Ende niemand mehr genau weiß, ob gerade ein Karnevalslied oder ein Wiesn-Hit gespielt wird, dann haben die Löstigen Paulaner vermutlich alles richtig gemacht.
Fest steht: Die fünfte Jahreszeit beginnt in Köln zwar offiziell erst am 11.11. – bei den Löstigen Paulanern durfte sie an diesem Abend schon einmal zur Probe antreten. Mit Erfolg. Sehr großem Erfolg.
https://www.loestige-paulaner.de/