Wenn du aufhörst, immer derjenige zu sein …
Wenn du aufhörst, immer derjenige zu sein …
Wenn du aufhörst, immer derjenige zu sein …
Es ist schon erstaunlich, was passiert, wenn man plötzlich aufhört, den sozialen Alleinunterhalter zu spielen.
Keine Anrufe mehr, keine Nachrichten, keine Einladungen, kein ständiges Nachfragen, wie es dem anderen geht.
Und siehe da: Die Stille bekommt plötzlich eine ganz neue Bedeutung.
Manche Menschen vermissen nicht dich – sie vermissen lediglich deine Initiative. Deine Aufmerksamkeit, deine Zeit und die Tatsache, dass du dich immer wieder gemeldet hast.
Du warst quasi die persönliche Kontaktpflege-Abteilung einer Beziehung, nur leider ohne Gehalt und mit unbegrenzten Überstunden.
Und wenn du dann deinen Dienst quittierst, stellt sich heraus: Manche Verbindungen hatten gar keinen Gegenverkehr. Du hast jahrelang eine Einbahnstraße für eine Autobahn gehalten.
Aber keine Sorge: Das ist kein Verlust, das ist eine Inventur.
Und manchmal ist es tatsächlich befreiend, nicht mehr jedem hinterherzulaufen, der offenbar schon längst die Ausfahrt genommen hat.
Denn wer nur dann an dich denkt, wenn du dich meldest, hat dich vielleicht nie wirklich vermisst – sondern nur deine Verfügbarkeit.
Und ganz ehrlich: Auch ein Telefon hat irgendwann das Recht, nicht mehr die ganze Freundschaft allein tragen zu müssen. 😉